Ratgeber

Unsere FAQ

Häufige Fragen zu Haselnussbäumen:

  • Wann ist der beste Zeitpunkt, um Haselnussbäume zu pflanzen?

    Der ideale Zeitpunkt für das Pflanzen von Haselnussbäumen liegt zwischen Anfang September und Ende Oktober sowie im März. Da Containerpflanzen ihre Wurzeln beim Umpflanzen nicht verlieren, können sie auch während des belaubten Zustands gesetzt werden – ein klarer Vorteil gegenüber anderen Pflanzmethoden.

  • Wie schneidet man Haselnussbäume richtig?

    Der richtige Schnitt ist wichtig, um die Gesundheit und den Ertrag der Haselnussbäume zu fördern. Im Allgemeinen sollten Haselnussbäume nach der Ernte im späten Winter oder frühen Frühling geschnitten werden, um das Wachstum zu regulieren und die Form der Pflanze zu verbessern. Wir empfehlen Haselnüsse auf Hohlkrone zu schneiden, aber auch andere Erziehungsmethoden sind möglich.

  • Was sind Haselnusshochstämme und Haselnusshalbstämme?

    Ein Haselnusshochstamm bezeichnet einen Baum, bei dem der Stamm frei von Ästen ist, sodass die Krone erst in einer festgelegten Höhe beginnt. Ein Haselnusshalbstamm hingegen hat einen kürzeren Stamm, mit Ästen, die etwas niedriger beginnen, was ihn für kleinere Gärten oder auch als Buschpflanze attraktiver macht.

    Wir veredeln Hochstämme auf 180 cm, Halbstämme auf 120 cm Stammhöhe.

  • Wie groß werden Haselnussbäume?

    Haselnussbäume können eine Höhe von 5 bis 6 Metern erreichen, je nachdem, ob es sich um eine Hochstammpflanze oder eine Strauchform handelt. Sie haben einen breiten Wuchs, der die Bäume zu guten Schattenspendern macht.

  • Wann kann man mit dem ersten Ertrag rechnen?

    In der Regel beginnt ein Haselnussbaum ab dem 3. bis 4. Jahr nach der Pflanzung erste Nüsse zu tragen. Der Ertrag wird mit zunehmendem Alter des Baumes größer, mit einem Vollertrag rechnet man ab dem 8. Standjahr.

  • Welcher Standort eignet sich am besten für Haselnussbäume?

    Haselnussbäume gedeihen am besten auf gut durchlässigen, leicht sauren bis neutralen Böden. Ein pH-Wert von 6 bis 7 ist optimal. Auch humusreiche Böden fördern ein gesundes Wachstum und eine gute Ertragsbildung.

    Haselnüsse bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und benötigen einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Sie sind relativ unempfindlich gegenüber verschiedenen Bodenarten, solange diese nicht zu stark verdichtet sind. Sehr empfindlich reagieren Haselnussbäume auf Staunässe.

  • Was unterscheidet veredelte von wurzelechten Haselnussbäumen?

    Veredelte Haselnussbäume entstehen durch das Kombinieren der besten Eigenschaften einer robusten Unterlage (Wurzel) und einer Edelsorte, während wurzelechte Bäume per Ableger vermehrt werden.

    Veredelte Haselnussbäume bringen deutlich höhere Erträge. Die Bäume bilden keine Wurzelschosser, die mit viel Handarbeit entfernt werden müssen und kommen durch das tiefer gehende Wurzelsystem besser an Wasser. Ein großer Vorteil gegenüber wurzelecht vermehrten Pflanzen.

  • Welche Vorteile bietet eine Containerpflanze?

    Containerpflanzen haben den Vorteil, dass sie gut durchwurzelt sind und daher eine hohe Anwachsrate zeigen. Sie verlieren vor dem Pflanzen keine einzige Wurzel und haben immer die gleiche Pflanzlochgröße. Die Pflanzung kann bereits im September erfolgen, dadurch wachsen die Pflanzen im Herbst noch an und treiben im darauffolgenden Frühjahr zügig und sicher aus.

    Wurzelnackte Freilandware kann erst nach dem Laubfall Anfang November gerodet werden, bei der Rodung selbst gehen viele Wurzel der Pflanze verloren was wiederum einen stärkeren Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile nötig macht. Häufig sind die Flächen im Winter auch schlecht oder nicht mehr mit Maschinen befahrbar.

  • Welche Pflanzabstände sind zu empfehlen? Wie viele Pflanzen pro Hektar?

    Für eine optimale Entwicklung empfehlen wir einen Pflanzabstand von 5 mal 5 Metern zwischen den Bäumen. Dies entspricht etwa 400 Pflanzen pro Hektar. Es gibt aber auch Anlagen, die enger oder weiter auseinander gepflanzt sind. Das ist dann abhängig von den ausgewählten Sorten und vom Erziehungssystem.

  • Brauche ich für meine Haselnussplantage eine Bewässerung?

    Die Notwendigkeit einer Bewässerung hängt vom Standort und den Wetterbedingungen ab. Wir empfehlen immer eine Zusatzbewässerung über Tropfschläuche für professionelle Haselnussanlagen zu installieren.

  • Wie gehe ich mit Schädlingen bei Haselnussbäumen um?

    Haselnussbäume sind robust gegenüber vielen Schädlingen, können jedoch vom Haselnussbohrer (Curculio nucum) oder von Blattläusen befallen werden. Regelmäßige Kontrolle und bei Bedarf biologisch abbaubare Pflanzenschutzmittel können helfen, die Pflanzen gesund zu halten.

  • Wann werden Haselnüsse geerntet?

    Die Erntezeit für Haselnüsse ist im späten Sommer bis frühen Herbst, normalerweise zwischen Ende August bis Mitte September. Die Nüsse sollten geerntet werden, wenn sie aus der Hülle fallen und vollständig ausgereift sind.

    Ein gutes Erntesystem ist das Spannen von Erntenetzen unter den Bäumen. Die von den Bäumen gefallenen Nüsse können dann mit maschinellen Saugern gesammelt und anschließend getrocknet und weiterverarbeitet werden. Für das maschinelle Aufsammeln der Nüsse vom Boden ist es in Deutschland meistens im September schon zu feucht.

  • Wie viele verschiedene Sorten und Bestäuber braucht man?

    Für eine gute Bestäubung sind mindestens zwei verschiedene Sorten erforderlich, da Haselnüsse selbststeril sind. Die Befruchtung erfolgt durch Wind. Dabei sollten sich die Blühzeiten der Sorten überschneiden, um eine optimale Befruchtung zu ermöglichen.

    Außerdem dürfen die S-Allele der Sorten nicht gleich sein. Vorteilhaft ist es daher, neben den Hauptsorten auch viele verschiedene Bestäubersorten in und um die Anlage zu pflanzen, um eine gute Befruchtung zu gewährleisten.

  • Bieten Sie eine Lieferung an?

    Ja, wir bieten eine europaweite Lieferung an. Sprechen Sie uns einfach an, und wir finden die beste Lösung für den Transport Ihrer Pflanzen.

  • Haben unsere Pflanzen einen Pflanzenpass?

    Unsere Pflanzen werden regelmäßig vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen kontrolliert und haben einen Pflanzenpass.

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Wir beantworten Ihnen diese gerne.

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